Artikel über ‘Kultur’
Patrick Richardt – Krefelder Singer/Songwrighter
Nicht nur die schönsten Krawatten kommen aus meiner Heimatstadt, sondern auch ein ausgesprochen talentierter Singer/Songwriter mit den Klangvollen (Vor)namen Patrick Richardt (wobei zweiteres sein Nachname ist). Vergangene Woche feierte eben jener in heimischen Gefilden das Release seiner ersten CD mit einem grandiosen Lifekonzert (im übrigen ohne Krawatte – es sei ihm verziehen!). Seine Stimme erinnert an den großen Rio Reiser und auch sonst hat er alles was ihn auf eine Stufe mit den Poisells&Cluesos dieser Welt stellt – vielleicht sogar ein Treppchen höher, weil seine Songs zwischen schönen Balladen und etwas derberen Nummern wechseln und sich nicht nur in Herzschmerz aalen. Seien wir gespannt wie es weitergeht…
Hier der Trailer für sein Debutalbum So, wie nach Kriegen:
Der Tag ist da. Die Apokalypse der Maja haben wir überlebt, aber heute endet das Jahr. Die Auswahl der Feierlichkeit und Örtlichkeit sind getroffen. Keine Silvesterparty, die erst am selben Tag ausgesucht wird, kann etwas taugen. Um die guten Veranstaltungen wurde sich Monate vorher bemüht und die begehrten Plätze gesichert. Auch die Einkäufe in letzter Minute lohnen nicht oder nur im absoluten Notfall, die Schlangen ziehen sich dank der schlecht vorbereiteten spontanen Einkäufer gnadenlos durch alle Gänge bis ans andere Ende des Gebäudes.
Nun zum heutigen Abend und den letzten Vorbereitungen. Wir Danken Mr. Porter für die mediale Aufbereitung der wichtigsten Punkte zur Kleidung des Herren, wie man sich als vorbildlicher Gast verhält und was auf den Brettern, die den Abend bedeuten, dem Parkett beim Vorführen der Tanzschuhe samt Technik und persönlichem Stil zu bedenken ist.
Beginnen wir mit der Garderobe
Als Mann von Welt trägt man Smoking, auf Englisch auf Tux(edo) genannt. Übrigens ist auch eine vorgebundene Fiege Schleife durchaus erlaubt. Und auch der Krawatte vorzuziehen.
Das Gastgeschenk liegt parat? Woran sollten wir sonst noch denken?
Gekonnt aufs Parkett, was tue ich gefälligst (nicht)?
Wir wünschen Euch einen schwungvoll-eleganten Rutsch ins neue Jahr, Prosit Neujahr!
Seine Looks sind alles andere als dezent. Auf eigenwillige und ausdrucksstarke Weise hat er seinen Stil zu seinem Markenzeichen gemacht. Mit perfekt geschnittenen Anzügen, Krawatte und Hut setzt er ein zeitgemäß modisches Statement. Jan Delay orientiert sich an dem was ihm gefällt, ohne sich anzupassen. Mit Mut zur eigenen Identität, Kreativität und dem Anspruch an gutes Design.
Der Hamburger Soulmusiker und Rapper steht in seiner optischen und künstlerischen Darstellung für individuellen Look und Ausdruck. 2009 wurde er von der Zeitschrift GQ für seinen „Style“ zum „Mann des Jahres“ gewählt und von Glamour modisch zu einem der „coolsten Deutschen“ deklariert.
Jan Delay repräsentiert in hervorragender Weise einen kreativen Mode-Stil fern von Modediktat und Uniformität, der die Krawatte auch für die Jugend in einen sehr modernen Kontext stellt. Dafür wurde ihm vom Deutschen Mode-Institut in Absprache mit den Juroren der begehrte Titel “Krawattenmann des Jahres 2012″ verliehen. „Die Krawatte war von jeher auch eine stilistische Metapher für Gradlinigkeit und den aufrechten Gang. Bei Jan Delay zudem für die strahlende Erscheinung einer in sich stimmigen Persönlichkeit“ begründete Gerd Müller-Thomkins, Geschäftsführer des Deutschen Mode-Instituts, die Wahl des Preisträgers und überreichte dem Musiker am Freitagabend in Düsseldorf die stählerne Skulptur in Form einer Krawatte. „Wahrer Stil braucht die Mode nicht. Er ist in erster Linie Respekt gegenüber sich selbst und anderen, geboren aus innerlicher Wahrnehmung und dem was man seinem Publikum, seinen Mitmenschen in visuellen Botschaften darüber mitzuteilen hat“ so Müller-Thomkins, „Bei Jan Delay tritt das Outfit demonstrativ nach vorne und intoniert mit Performance, Text und Musik zum Gesamtkunstwerk“
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Was war eigentlich so los, worüber sollte man in der neuen Woche so Bescheid wissen, um nicht beim Mittagessen still dazusitzen?
Markus Lanz hat die zweite “Wetten dass” Show abgeliefert. Dass darüber keine der großen Zeitungen großartig Worte verloren haben, spricht nach der ersten Kritikwelle dafür, dass man entweder nicht schon wieder meckern will, oder sich einfach mit Lanz abgefunden und die Sendung langsam abgeschrieben hat. Redet lieber auch nicht darüber, außer ihr habt Gutes über die einzelnen Wetten und Wettkandidaten zu sagen.
Sprecht stattdesssen lieber über den neuen Bondfilm Skyfall, der scheint sich wirklich zum Lieblingsfilm zu mausern und es gibt viele interessante Einsichten in das Drumherum. Katja Nicodemus hat die eigentliche Mutter von 007, nicht M, sondern Barbara Broccoli für Die Zeit interviewt. Und so erzählt sie, dass sie bei den Gesprächen ihrer Eltern wirklich glaubte, James Bond sei “eine Art Onkel, der weit weg lebt und ein sehr aufregendes Leben führt, uns aber leider nie besucht. Nicht einmal zu Weihnachten.” Die Bond-Geschäfte führen sie und ihr Halbbruder Michael G. Wilson übrigens schon seit 1996, dem Jahr in dem ihr Vater starb. Im Jahr davor während der Dreharbeiten zu Golden Eye hat er sie darauf vorberitet, die Verantwortung zu Übernehmen. Das umfangreiche Interview findet ihr hier.

Daniel Craig trägt ein zurückhaltendes graues Sakko mit dunkelblauer Krawatte und einem Hemd in Jeansblau (Bild via Video in Die Zeit)
Der offizielle Soundtrack zu Skyfall von Adele mit Text (zum Mitsingen) und in das Filmerlebnis-Zurückversetzen.
Wer jedoch nicht mehr über Bond reden möchte, aber noch keinen neuen aktuellen Lieblingsfilm gefunden hat, sollte sich mal den (Trailer zum) gerade erschienenen Film “Oh Boy” ansehen.
Irgendwie schien mir das ursprünglich von Andy Warhol gegründete Magazin INTERVIEW für Damen kreiert worden zu sein. Und auch in der aktuellen, vermeintlichen Männerausgabe wird das Vorurteil vom Chefredakteur Joerg Koch augenscheinlich mit folgendem Text in dreifacher Wiederholung bestätigt: “Ich lobpreise den Herren jeden Tag, dass ich ein Chefredakteur eines Männermagazin sein muss”. Doch die Lektüre mit folgenden Themen lohnt sich.

Robbie Williams im Gespräch mit Neil Tennant. Die beiden britischen Weltstars führen ein ungezwungenes und sehr unterhaltsames Gespräch über gute Singles und Alben, das Liederschreiben und die Bedenken eines werdenden Vaters um seinen Nachwuchs und die Frage nach der eigenen Identität.
Das Designerpaar Viktor + Rolf erzählt von den Herausforderungen beim Entwerfen eines Kinderwagens, wie sich auch Väter mit dem ersten Auto für ein Baby wohlfühlen.
Antoine Arnault ist der Sohn des viertreichsten Mannes Frankreichs. Nach fünf Jahren im größten Unternehmen des Familien-Luxusimperiums LVMH nimmt er sich nun dem Kleinsten, Berluti an. Da das Interesse von Männern an Mode in den letzten Jahren drastisch gestiegen sei, wäre es nun der richtige Zeitpunkt, die italienische Schuhmarke mit 117 Jahren Tradition auszubauen. Warum die Bedeutung von Handarbeit und Authentizität auch in Zukunft nicht abnehmen wird, kann wohl niemand besser erklären als er.
Die Nachkommen von F. Scott Fitzgerald entdeckten einen Text wieder, den der New Yorker vor 76 Jahren ablehnte. Fast wäre er für immer verschollen, aber zum Glück können wir ihn nun auch lesen.
Last but not least wird in der Kolumne ‘Flashback’ ein im Jahr 1985 mit Arnold Schwarzenegger geführtes Interview erneut abgedruckt. Natürlich stellte der ehemalige Governator sich mit Zigarre zur Schau, trug aber auch eine locker gebundene Krawatte mit Federmuster. Und irgendwie erkennt man: Er wusste damals auch schon wie der Hase läuft und dass der Jäger des Erfolges stets hungrig zu sein hat.
Die Oktoberausgabe kostet wie üblich 6 Euro und ist seit Freitag, den 28. September, in jedem gut sortierten Kiosk erhältlich.
Bild: via INTERVIEW Magazin
Die Esskultur kommt doch heutzutage viel zu kurz. Trotz Fernsehshows zu dem Erlebnis des Kochens und das vermeintlich Perfekte Dinner kommt die Stilfrage viel zu kurz. Der aufmerksame Kosmopolit und Modefotograf Scott Schumann, auch als Sartorialist bekannt, lud eine sehr elegante, gar vielfältige und äußerst unterhaltsame Herrenrunde zum Essen in Florenz ein. Auch weil wir nicht dabei sein konnten, führen wir uns nun das kürzlich erschienene Videozu gemüte und komplettieren das Erlebnis, in dem der kulinarische Genuss in den Hintergrund rückt vor dem geistigen Auge. Was hättet Ihr getragen? Eine simple, jedoch elegante Kombination aus weißem Hemd mit schwarzer Krawatte oder eine Kombination als Hommage an die blühenden 50er Jahre, in denen auch die Cafékultur auf ihrem stilistischen Höhepunkt war?
Ich weiß, dass ich sofort meine liebsten Freunde zur gemeinsamen Runde für die kommende Woche einlade. Notfalls müssen eben ein paar Termine verschoben werden. Der Fernseher bleibt definitiv ausgeschaltet.
Via The Sartorialist

