Artikel Tagged ‘Herrenmode’
Die Geschichte eines Mannes
Dieser Mann vereint das Beste der afrikanischen Farbenfreude, britischer Schneiderskunst und der Leidenschaft für italienische Eleganz. Ozwald Boateng ist einer der beliebtesten Maßschneider einer ebenso vielfältigen wie einflussreichen und unterhaltsamen Fangemeinde. Von Lawrence Fishburne, Will Smith über Sir Richard Branson und Gabriel Byrne bis hin zu seiner Königlichen Hoheit Prinz Charles tragen viele Männer mit zweifelsfreiem Stil die Anzüge des geborenen Ghanaers, der in England aufwuchs und wie kein zweiter für fröhliche und nicht übertriebene Farbfreude steht. Man könnte fast auf die Idee kommen, gäbe es Paul Smith nicht, würde er uns vor einer schlammgrünen und glencheckgrauen Übermacht von der Insel bewahren.
Wer bei dem Namen Ozwald Boateng an den dritten oder vierten Bruder einer Berliner Fußballspielerdynastie denkt, möge bitte schnell die einschlägigen Modelexika konsultieren oder einfach diese Vorschau zum auf iTunes oder Amazon (aktuell nur noch einmal!!) verfügbare Dokumentation ansehen oder konsequent sein und ohne einen Moment mit Zweifeln zu verschwenden, bestellen.
Boateng, der zu den festen Adressen der Savile Row zählt, wurde von 1998 bis 2010 von einem Kamerateam begleitet und seine Entwicklung sowohl als moderner Mann und Schneider dokumentiert. Wir empfehlen: Absolut sehenswert.
Da ist schon wieder viel los. Auch wenn wir lieber an lauen Sommernachmittagen in den Gallerien schweifen und auf den Bordsteinen davor hocken, um der Kunst und Kultur möglichst nah zu sein, ist die Verlockung des Kommerzes auch im Herbst groß genug, damit wir uns wieder kein ‘The Voice of Germany’ anschauen müssen.
In Berlin herrscht dieser Tage buntes Treiben, hier sind die Glanzlichter:
Das Porsche Design Studio eröffnet heute seinen neuen Flagship und Konzept Store in Mitte. Dass Porsche seit eh und jeh nicht nur schöne Autos baut, sondern auch ganz passable Kleidung (Laufschuhe u.a. mit Adidas) und allerlei schicke Dinge wie Uhren, Brillen, Reisegepäck und Lederwaren, Elektronikprodukte und sogar Küchenutensilien fertigt, wird in unseren Kreisen keine Überraschung sein. Warum sollte man sich also zweimal bitten lassen, um sich nach weiteren Stücken für die Sammlung umzusehen?
Welches Männer- (und auch so manches Frauen) Herz schlägt in Gedanken an die ikonische Essenz des Porsche Designs nicht lauter? So präzise, wie der Knoten gebunden und die Krawatte über der Knopfleiste liegt, fliegt der schnittige Wagen über die Straße. Bewährte Handwerkstradition und neueste Technik treffen bei perfekter Verarbeitung aufeinander. Das Zusammenspiel der Materialien ist harmonisch wenn auch manchmal überraschend und die Liebe zum Produkt merkt man bis in die Detailverliebte Veredelung. Der Zukunft wurde beim Lichtkonzept auch wieder Rechnung getragen und so werden wir uns fragen: Werden durch die Lichtinstallationen nur mit LED uns überzegen und sparen sie wirklich 50 Prozent beim Energieverbrauch ein? Trotz des großen LCD-Bildschirms, der in der Lounge die Gäste zum Verweilen und genießen einlädt?

Lassen wir uns überraschen:
Porsche Design Haus
Münzstraße 14
10178 Berlin-Mitte
http://www.porsche-design.com/
Etwas besinnlicher wird es bei der Vorstellung des neuen Fundamental Scents Garten ’89, der Duftkerzenreihe aus dem Atelier des Designerkollaborativs Fundamental Group, das von Gunnar Rönsch und Stephen Molloy geführt wird. Dillia Baille zeichnet sich für die Duftkreationen verantwortlich, die reihenweise Berliner Kreative zum Schwärmen anregte. Auch Julius Errol Flynn und ich durften persönliche Assoziationen kundtun, als Unterholz’82 spontan vorgeführt wurde.
Alle Interessierten sind heute Abend von 18-21 Uhr eingeladen in den neuen Beauty- und Duftladen WHEADON zu kommen. Dort erwarten Euch Freundschaftspreise für die limitierte Feiertagsedition und zum Feiertagsshopping passende Getränke.
Mehr Informationen zur Veranstaltung auf Facebook
Wheadon- Wohlfühlen ist Hautsache
Steinstrasse 17 Ecke Gormannstrasse
10119 Berlin-Mitte
http://www.thefundamentalshop.com
Was war eigentlich so los, worüber sollte man in der neuen Woche so Bescheid wissen, um nicht beim Mittagessen still dazusitzen?
Markus Lanz hat die zweite “Wetten dass” Show abgeliefert. Dass darüber keine der großen Zeitungen großartig Worte verloren haben, spricht nach der ersten Kritikwelle dafür, dass man entweder nicht schon wieder meckern will, oder sich einfach mit Lanz abgefunden und die Sendung langsam abgeschrieben hat. Redet lieber auch nicht darüber, außer ihr habt Gutes über die einzelnen Wetten und Wettkandidaten zu sagen.
Sprecht stattdesssen lieber über den neuen Bondfilm Skyfall, der scheint sich wirklich zum Lieblingsfilm zu mausern und es gibt viele interessante Einsichten in das Drumherum. Katja Nicodemus hat die eigentliche Mutter von 007, nicht M, sondern Barbara Broccoli für Die Zeit interviewt. Und so erzählt sie, dass sie bei den Gesprächen ihrer Eltern wirklich glaubte, James Bond sei “eine Art Onkel, der weit weg lebt und ein sehr aufregendes Leben führt, uns aber leider nie besucht. Nicht einmal zu Weihnachten.” Die Bond-Geschäfte führen sie und ihr Halbbruder Michael G. Wilson übrigens schon seit 1996, dem Jahr in dem ihr Vater starb. Im Jahr davor während der Dreharbeiten zu Golden Eye hat er sie darauf vorberitet, die Verantwortung zu Übernehmen. Das umfangreiche Interview findet ihr hier.

Daniel Craig trägt ein zurückhaltendes graues Sakko mit dunkelblauer Krawatte und einem Hemd in Jeansblau (Bild via Video in Die Zeit)
Der offizielle Soundtrack zu Skyfall von Adele mit Text (zum Mitsingen) und in das Filmerlebnis-Zurückversetzen.
Wer jedoch nicht mehr über Bond reden möchte, aber noch keinen neuen aktuellen Lieblingsfilm gefunden hat, sollte sich mal den (Trailer zum) gerade erschienenen Film “Oh Boy” ansehen.
Der neue 007 Film wird sehnsüchtig erwartet. Die Frage, ob Daniel Craig sich als erster blonder, aber sehr moderner Bond etabliert oder Kritiker wieder laut werden, zeigt am Donnerstag. Denn dann kommt der neue Film “Skyfall” in die deutschen Kinos, für den Adele die Musik geschrieben hat.
Heute wird die Deutschlandpremiere am Potsdamer Platz gefeiert. Neben dem Hauptdarsteller werden auch das neue Bondgirl Bérénice Marlone, Regisseur Sam Mendes und die Produzentin Barbara Broccoli über den roten Teppich laufen und sich den Fans präsentieren. Die Kleiderfrage ist dabei nicht zweitrangig, mindestens Black Tie erwarten wir, auch wenn Berlin ja oftmals als Deutsche Hauptstadt der entspannten Eleganz gilt. Falls Ihr vor Ort seid, kleidet Euch angemessen, denn wer weiß schon, ob sich nicht spontan eine neue Mission ergibt. Bei der Premierenfeier oder danach vielleicht.
Hier geht’s aber erstmal zur Live Übertragung auf der deutschen Webseite zum Film Skyfall

Auch Brad Pitt ist ein toller Kerl. Nachdem uns die Oktoberausgabe des Deutschen Interview Magazines neulich schon ein tolles Interview mit Robbie Williams brachte, ist Brad nun in der Amerikanischen Mutterausgabe zu bewundern.
Neben dem Interview, das von Guy Ritchie geführt wurde, beweist Herr Pitt in der Fotostrecke vor der Linse von Starphotograph Steven Meisel – selbst für Schauspieler – eine beachtliche Wandlungsfähigkeit. Eye candy sagen die Damen heutzutage wohl dazu. Und auch wir Herren der Schöpfung dürfen (und können) selbstbewusst “Repekt” zollen.
Chanel, das von Coco 1914 in Paris gegründete heutige Modeimperium hat noch immer keine Männerkollektion im Repertoire. Ob sich Karl der Große einfach nicht die 4 millionste Kollektion im Jahr antun will, glaube ich fast nicht einmal. Auch wenn er am Samstag bei seinem siebten “Wetten dass…” Besuch wohl mehr denn je auf dem neuen Sofa gelitten hat, würde er wohl für Herrn Lanz kein Doppel-C Logo freigeben. Trotzdem sollten wir Herren der Schöpfung uns die Kollektionspräsentation und das gewaltige Drumherum nicht entgehen lassen. Neben unzähligen Mager- schlanken Models und Karl’s neuesten Interpretationen der femininen Klassiker gibt es auch auffallend gutgekleidete Herren zu sehen. Anscheinend freut sich Karl mit breiter Krawatte (den Bauch wärmend?) und Duffle-Schnüren am Sakko bereits auf den nahenden Winter. Ob Punkte zur gemusterten Krawatte nächste Saison auch im Gesicht getragen werden würde ich jetzt bezweifeln, aber nicht ausschließen. Und in klassisch schwarzer Krawatte auf weißem Hemd steht man nirgendwo an der falschen Stelle.
Vielen Dank für die Bilder an Filep Motwary (Alle Rechte bleiben ihm vorbehalten.)



Die Tage werden kürzer und die Beats sanfter. Geschmeidig gleiten wir in die neue Woche mit einem ganz neuen Song der erst ein paar Views hat, wunderbar. Die Chords klingen als säßen wir noch am Sonnabend in der Jazzkneipe um die Ecke und genießen die letzten Stunden der wöchenendlichen Alltagsflucht. Genauso reduziert streift Barney Artist im Video zu Mystery um den Häuserblock und spart nicht an schnörkellosen Reimen; Solche, die es heute kaum noch gibt. Wir schwelgen in den Erinnerungen von einfacheren Tagen vor zehn oder zwanzig Jahren, als es weder Email noch ständige Erreichbarkeit gab.
Bis uns die Vibration des Smartphones zurück ins Heute holt. Für den Trip bedanke ich mich mit einer kleinen Empfehung: Wie wäre es mit einem wohlgewählten Binder? Ton in Ton mit dem Hemd, ein zurückhaltendes Paisley oder unaufgeregte Kreuzkarowebung? Unsere Stimmung wird vom Spiel mit den Nuancen des Spätsommers unterstrichen: Orange, rost(rot) und braun. Und irgendwie scheint dieses Werk nun noch etwas vollständiger.




